#deerDuden – E-Mobilität einfach erklärt
Elektromobilität ist einfacher, als viele denken – man muss nur die richtigen Begriffe kennen. Damit Du beim Laden, Fahren und Nutzen unseres e-carsharings immer den Überblick behältst, erklärt Dir der deer Duden die wichtigsten Basics rund ums E-Auto verständlich, kompakt und praxisnah.
Was ist der Unterschied zwischen AC und DC beim Laden von E-Autos?
AC (Alternating Current) steht für Wechselstrom. Das ist der Strom aus der klassischen Steckdose. Er fließt wechselweise in beide Richtungen und wird an den meisten öffentlichen Ladesäulen genutzt. AC-Ladesäulen sind besonders gut für längere Standzeiten zum Beispiel während der Arbeit oder über Nacht. An den deer Ladesäulen lädst Du Dein E-Auto in der Regel mit AC.
DC (Direct Current) bedeutet Gleichstrom. Dieser fließt nur in eine Richtung und ermöglicht deutlich höhere Ladeleistungen. DC kommt vor allem an Schnellladesäulen entlang von Autobahnen oder auf längeren Strecken zum Einsatz. Das Laden geht schneller, ist allerdings meist kostenintensiver.
Was ist der Unterschied zwischen kW und kWh – und was sagt das über Ladezeit und Reichweite aus?
Zwei Einheiten, die oft verwechselt werden:
• kW (Kilowatt) beschreibt die Ladeleistung also wie schnell dein Fahrzeug geladen wird. Je höher der kW-Wert, desto kürzer die Ladezeit.
• kWh (Kilowattstunde) gibt an, wie viel Energie tatsächlich in die Batterie geladen wird und damit, wie weit du fahren kannst.
Beispiel:
Du lädst mit 11 kW für 2 Stunden → 11 kW × 2 h = 22 kWh geladene Energie
Das entspricht je nach Fahrzeug etwa 100 bis 150 Kilometern Reichweite.
Warum spielt Lithium eine zentrale Rolle in der Batterie von Elektroautos?
Lithium ist ein Leichtmetall und zentraler Bestandteil moderner Hochvoltbatterien. Es kann Energie effizient speichern und ebenso schnell wieder abgeben. Deshalb wird Lithium seit Jahren erfolgreich in Akkus für Smartphones, Laptops und vor allem Elektrofahrzeuge eingesetzt.
Vorteile von Lithium-Batterien:
• Hohe Energiedichte für mehr Reichweite
• Geringes Gewicht und damit effizienter Verbrauch
• Lange Lebensdauer mit vielen Ladezyklen
Die Herausforderung liegt in der Rohstoffgewinnung. Umso wichtiger ist es, Batterien möglichst lange zu nutzen, effizient einzusetzen und perspektivisch wiederzuverwerten.
Was bedeutet Rekuperation und wie gewinnt ein E-Auto Energie zurück?
Beim Bremsen arbeitet der Elektromotor als Generator. Die dabei entstehende Energie wird dabei direkt zurück in die Batterie gespeichert, und steht später wieder zum Fahren zur Verfügung. Dieser Vorgang nennt sich Rekuperation.
Das bringt Vorteile:
• Mehr Reichweite, besonders im Stadtverkehr
• Weniger Verschleiß an den Bremsen
• Effizienterer Energieeinsatz und geringere Emissionen
Viele Elektroautos bieten die Möglichkeit, die Stärke der Rekuperation anzupassen. Je nach Einstellung rollt das Fahrzeug sanft aus oder verzögert stärker, sobald man vom Fahrpedal geht. In der höchsten Stufe ist sogar sogenanntes One-Pedal-Driving möglich. Bremsen und Beschleunigen mit nur einem Pedal.
Was ist ein BEV?
BEV steht für Battery Electric Vehicle. Dabei handelt es sich um ein reines Elektrofahrzeug ohne Verbrennungsmotor, ohne Benzin oder Diesel und ohne Auspuff.
Alle Fahrzeuge im deer e-carsharing sind 100 % BEVs, weil wir überzeugt sind: Nachhaltige Mobilität, geht nur elektrisch.
Die Vorteile:
• Lokal emissionsfreies Fahren
• Geringerer Wartungsaufwand
• Niedrigere Betriebskosten
• Ideal für Stadt, Land und Pendelstrecken
Warum ist Thermomanagement bei Elektroautos wichtig – bei Hitze und Kälte?
Das Thermomanagement sorgt dafür, dass die Batterie immer in ihrem optimalen Temperaturbereich bleibt, meist zwischen 20 und 30 °C. Das schützt die Batterie, verlängert ihre Lebensdauer und stellt eine konstante Lade- und Fahrleistung sicher.
Ohne Thermomanagement kann es bei niedrigen Temperaturen zu Problemen kommen: die Reichweite sinkt, das Laden dauert länger und die Leistung beim Beschleunigen kann eingeschränkt sein.
Ein gutes Thermomanagement gleicht das aus: Die Batterie wird aktiv geheizt oder gekühlt, sodass das Elektroauto zuverlässig und effizient bleibt – bei jedem Wetter.
Natürlich verfügt unsere 100 % elektrische e-carsharing-Flotte über ein intelligentes Thermomanagement.
Wie lange dauert das Laden eines E-Autos?
Die Ladezeit hängt von mehreren Faktoren ab:
• Art der Ladesäule: AC (Wechselstrom) lädt eher langsam, DC (Schnelladen)
• Batteriekapazität: Je mehr kWh, desto längere Ladezeit
• Aktueller Batteriezustand: Lädt schneller zwischen 20% und 80%
• Außentemperatur: Bei Kälte langsamer, außer das Auto hat smartes Thermomanagement
Beispielhafte Ladezeiten bei optimalen Bedingungen:
Volkswagen ID.3 (58 kWh)
• AC-Ladung (11 kW): ca. 5 Stunden
• DC-Schnellladung (50–80 kW): ca. 35–45 Minuten
Renault Megane E-Tech (60 kWh)
• AC-Ladung (22 kW): ca. 3 Stunden
• DC-Schnellladung (50–80 kW): ca. 35–45 Minuten
Tipp: An DC-Schnellladesäulen lohnt es sich, nur bis etwa 80 % zu laden – danach reduziert das Fahrzeug die Ladeleistung deutlich.
Was bedeutet SoC und wie wird der Ladezustand der Batterie angegeben?
SoC (State of Charge) bezeichnet den aktuellen Ladezustand der Batterie in Prozent. Er beeinflusst:
• Die verfügbare Reichweite
• Die Ladegeschwindigkeit
• Die verfügbare Leistung beim Fahren
Für eine lange Batterielebensdauer empfiehlt sich den Akku nicht dauerhaft bei 100% oder 0% stehen zu lassen, sondern im Bereich zwischen 20 und 80 % – das ist der „Wohlfühlbereich“ der Batterie.
WLTP vs. NEFZ: Wie realistisch sind die angegebenen Reichweiten von E-Autos?
Der NEFZ steht für Neuer Europäischer Fahrzyklus. Lange Zeit war er der Standard, um Verbrauch und Reichweite von Fahrzeugen zu messen, allerdings unter sehr unrealistischen Bedingungen: kaum Stop-and-Go, langsames Beschleunigen und wenig Praxisbezug.
WLTP heißt Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure. Dieser Standard ist moderner und bildet den tatsächlichen Fahralltag besser ab mit höheren Geschwindigkeiten, mehr Stopps und realistischeren Fahrprofilen.
Dennoch hängt deine echte Reichweite stark vom Fahrstil, Temperatur, Beladung, Reifendruck sowie Heizung oder Klimaanlage ab. Da der WLTP selbst noch ein Laborwert ist.
Was ist stationsflexibles e-carsharing bei deer und wie funktioniert es?
Beim klassischen stationsbasierten Carsharing musst Du das Fahrzeug wieder zum Ausgangspunkt zurückbringen. Beim Free-Floating-Modell stellst Du das Auto in einem definierten Radius ab, wo Du möchtest.
Beim stationsflexiblen e-carsharing ist beides kombiniert: Du holst Dein E-Auto an einem unserer Standorte ab und gibst es einfach an einem anderen Standort wieder zurück. So musst Du nicht auf Flexibilität verzichten.
Stationsflexibles e-carsharing ist:
• Flexibel und individuell – passt sich deinem Mobilitätsbedürfnis an
• Nachhaltig – dank Ladeinfrastruktur mit 100 % Ökostrom
• Ideal – als kostengünstige Lösung für Zweitwagen, Pendler, Tagesausflüge oder spontane Trips
Das stationsflexible e-carsharing funktioniert an über 450 deer Standorte in ganz Süddeutschland, darunter auch an den Flughäfen Frankfurt, Stuttgart und Baden. Hier erfährst Du mehr.


