Was ein Auto wirklich kostet und welche Alternativen es gibt
Freiheit auf vier Rädern? Was ein Auto wirklich kostet
Viele unterschätzen die tatsächlichen Kosten eines eigenen Autos massiv. Denn der Kaufpreis ist lediglich der Anfang. Wer alle Faktoren konsequent und realistisch einbezieht, gelangt zu Summen, die den Blick auf individuelle Mobilität grundlegend verändern.
Die vollständige Rechnung
Nehmen wir als realistische Grundlage einen typischen Kleinwagen (z. B. VW Polo oder Opel Corsa):
- Durchschnittlicher Neupreis: ca. 20.000 – 25.000 €
- Nutzungsdauer: 10 Jahre
- Jahresfahrleistung: 10.000 – 12.000 km
Fixkosten pro Jahr:
- Wertverlust: ca. 2.000 – 2.500 €
- Versicherung (Haftpflicht + Teilkasko): 600 – 1.200 €
- Kfz-Steuer: 100 – 200 €
- TÜV & Inspektionen: ca. 150 – 300 €
- Wartung und Reparaturen: 500 – 1.000 €
- Stellplatz / Parken: 0 – 1.200 €
Gesamt: ca. 3.500 – 6.000 €
Variable Kosten:
- Kraftstoff (bei 10.000 km): ca. 1.200 – 1.800 €
- Verschleiß (Reifen, Bremsen etc.): 300 – 600 €
Gesamt: ca. 1.500 – 2.400 €
In der Gesamtbetrachtung ergibt sich somit eine jährliche Kostenbelastung von etwa 5.000 bis 8.000 €, was rund 0,50 – 0,80 € pro Kilometer entspricht.
Diese Berechnung basiert unter anderem auf Daten des ADAC-Autokostenrechners sowie des Bundesverbands CarSharing (2025).
Die 23-Stunden-Wahrheit
Ein Auto wird im Durchschnitt lediglich etwa eine Stunde pro Tag genutzt und steht die übrigen 23 Stunden ungenutzt abgestellt. Gleichwohl fallen die Kosten unabhängig von der tatsächlichen Nutzung kontinuierlich an.
Die Alternative: Multimodale Mobilität
Anstelle eines eigenen Fahrzeugs setzen zunehmend mehr Menschen auf eine Kombination verschiedener Verkehrsmittel:
- Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)
- Carsharing
- Fahrrad bzw. E-Bike
Kosten der Alternativen
- ÖPNV: Das Deutschlandticket kostet 58 € pro Monat bzw. 696 € pro Jahr
- Carsharing: Bei 2–4 Nutzungen pro Woche ca. 2.000 – 2.800 € pro Jahr
Gesamt: ca. 3.300 € pro Jahr
Ersparnis gegenüber dem eigenen Auto: ca. 2.700 € jährlich
Warum behalten viele dennoch ihr Auto?
- Das subjektive Gefühl von Freiheit
- Gewohnheit und Komfort
- Statusdenken
- Kognitive Verzerrungen („Das Auto ist ja bereits bezahlt“)
Für wen lohnt sich der Umstieg?
Ein eigenes Auto ist häufig nicht erforderlich, wenn:
- etwa 14.000 km pro Jahr gefahren werden
- ein gut ausgebauter ÖPNV verfügbar ist
- Carsharing-Angebote vorhanden sind
- ein Großteil der Wege planbar ist
Fazit
Ein eigenes Auto ist mit erheblichen Kosten verbunden, wird im Alltag oftmals nur unzureichend ausgelastet und ist in vielen Fällen nicht zwingend notwendig. Aus rein wirtschaftlicher Perspektive stellt es daher selten die optimale Lösung dar. Aber gleichzeitig geht es besser schon aber ohne Auto wäre schwer sich im Umfeld zu Bewegen aber die Preise für einen Führerschein sind so stark gestiegen in den letzten Jahren das die meisten sich dies ohne Unterstützung gar nicht leisten können. Daher empfiehlt es sich, die eigene Mobilitätsstrategie bewusst zu hinterfragen und entsprechende Alternativen in Betracht zu ziehen. Probieren Sie beispielsweise das
e-carsharing Angebot von deer aus und prüfen Sie selbst, ob ein Umstieg für Sie sinnvoll ist.



